Altersvorsorgedepot für Lehrer: Warum die Pension allein künftig nicht mehr reichen könnte
Viele Lehrerinnen und Lehrer beschäftigen sich erst spät mit ihrer privaten Altersvorsorge. Der Grund dafür ist nachvollziehbar: Als Beamtin oder Beamter erhältst du später eine Pension und stehst damit grundsätzlich besser da als viele Angestellte in der gesetzlichen Rentenversicherung.
Genau dadurch entsteht aber oft das Gefühl:
„Zusätzliche Altersvorsorge brauche ich wahrscheinlich gar nicht.“
Wenn man genauer hinschaut, ist diese Einschätzung häufig zu optimistisch.
Zwar liegt die maximale Pension aktuell bei 71,75 % der letzten ruhegehaltsfähigen Bezüge. Diesen Wert erreichen jedoch längst nicht alle Lehrkräfte. Teilzeitphasen, Elternzeiten, Sabbaticals oder andere Ausfallzeiten können dazu führen, dass die spätere Versorgung deutlich niedriger ausfällt.
In der Praxis landen viele Lehrer deshalb nicht bei den bekannten 71 %, sondern eher bei einer Versorgung im Bereich von 55 % bis 60 %. Und genau hier entsteht oft eine Versorgungslücke.
Denn mit dem Eintritt in den Ruhestand fällt das aktive Einkommen weg. Wer heute beispielsweise 3.800 oder 4.200 Euro netto zur Verfügung hat, merkt später schnell, dass selbst eine gute Pension weniger finanziellen Spielraum bedeutet.
Vereinfacht gesagt fehlen vielen Lehrkräften im Ruhestand rund 30 % des bisherigen Nettoeinkommens.
Hinzu kommt eine weitere Unsicherheit: Niemand weiß heute sicher, wie sich das Pensionssystem langfristig entwickeln wird.
Diskutiert wird unter anderem:
- ob das aktuelle Pensionsniveau langfristig haltbar bleibt
- ob Beamt künftig stärker in andere Vorsorgesysteme eingebunden werden
- ob die maximale Versorgung perspektivisch sinken könnte
- wie sich demografischer Wandel und steigende Staatsausgaben auswirken
Genau deshalb wird private Altersvorsorge auch für Lehrerinnen und Lehrer immer wichtiger.
Ein besonders spannender Baustein ist das neue Altersvorsorgedepot für Lehrer. Es soll künftig ermöglichen, staatlich gefördert und stärker kapitalmarktorientiert Vermögen fürs Alter aufzubauen – moderner, flexibler und renditestärker als viele bisherige Riester-Modelle.
In diesem Artikel schauen wir uns an, was hinter dem Altersvorsorgedepot steckt, welche Chancen und Risiken es gibt und warum es gerade für Lehrkräfte interessant sein kann.
Inhaltsverzeichnis
- Warum private Altersvorsorge für Lehrer wichtiger wird
- Was ist ein Altersvorsorgedepot?
- Warum die alte Riester-Welt für viele enttäuschend war
- Altersvorsorgedepot für Lehrer: Warum ETFs und Kapitalmarkt spannend sind
- Welche Möglichkeiten Lehrer künftig haben
- Förderung und Steuervorteile: Was vorgesehen ist
- Praxisbeispiele: Wie stark die Förderung ausfallen kann
- Was passiert mit bestehenden Riester-Verträgen?
- Worauf Lehrer beim Altersvorsorgedepot achten sollten
- Fazit: Warum Abwarten keine gute Strategie ist
- Häufige Fragen zum Altersvorsorgedepot für Lehrer
Warum private Altersvorsorge für Lehrer wichtiger wird
Wenn man ehrlich ist, hat das bisherige System der privaten Altersvorsorge in Deutschland bei vielen Menschen eher Frust ausgelöst als Begeisterung.
Vor allem klassische Riester-Verträge galten lange als kompliziert, teuer und wenig rentabel. Viele Sparer haben jahrelang eingezahlt und am Ende festgestellt, dass die tatsächliche Entwicklung ihres Vertrags kaum spürbar war.
Das Problem lag dabei häufig nicht nur beim Anbieter oder bei der Beratung, sondern am System selbst.
Die bisherigen gesetzlichen Vorgaben zwangen Anbieter dazu, eine vollständige Beitragsgarantie anzubieten. Das bedeutet: Das eingezahlte Geld musste zu 100 % abgesichert sein.
Das klingt zunächst gut. In der Praxis hatte es aber einen entscheidenden Nachteil:
Das Kapital konnte nur eingeschränkt am Kapitalmarkt investiert werden.
Statt langfristig stärker in ETFs, Aktienfonds oder breit gestreute Kapitalmarktanlagen zu investieren, floss ein großer Teil der Beiträge in sehr sicherheitsorientierte Anlagen mit geringen Renditechancen.
Das Ergebnis war häufig:
- geringe Renditen
- hohe Inflationseffekte
- wenig echter Vermögensaufbau
- unübersichtliche Verträge
- enttäuschte Erwartungen
Gerade für Lehrerinnen und Lehrer ist das relevant. Denn auch wenn die Pension eine starke Grundlage bietet, reicht sie in vielen Fällen nicht aus, um den bisherigen Lebensstandard dauerhaft zu halten.
Was ist ein Altersvorsorgedepot?
Das Altersvorsorgedepot ist ein neues Modell der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge.
Die Idee dahinter ist vergleichsweise einfach:
Du sollst künftig stärker kapitalmarktorientiert fürs Alter sparen können – und dafür staatliche Förderung erhalten.
Anders gesagt:
Weg vom reinen Garantiegedanken.
Hin zu mehr Renditechancen.
Über ein Altersvorsorgedepot können Beiträge beispielsweise in folgende Anlagen investiert werden:
- ETFs
- breit gestreute Fonds
- kapitalmarktorientierte Vorsorgelösungen
Dadurch kann langfristig mehr Wachstumspotenzial entstehen als bei klassischen Garantieprodukten.
Für Lehrer kann das besonders spannend sein, weil viele von ihnen über zwei wichtige Voraussetzungen verfügen:
- ein vergleichsweise stabiles Einkommen
- einen langen Anlagehorizont bis zur Pension
Genau diese Kombination kann kapitalmarktorientierte Altersvorsorge interessant machen.
Wichtig ist aber: Ein Altersvorsorgedepot ist kein risikofreies Produkt. Kapitalmärkte schwanken. Wer investiert, muss langfristig denken und auch schwierige Börsenphasen aushalten können.
Warum die alte Riester-Welt für viele enttäuschend war
Viele Lehrerinnen und Lehrer besitzen bereits einen Riester-Vertrag.
Und häufig hört man ähnliche Sätze:
„Da passiert irgendwie nichts.“
„Die Kosten sind sehr hoch.“
„Ich verstehe meinen Vertrag kaum.“
„Die Rendite ist enttäuschend.“
Der Grund liegt oft in der alten Konstruktion.
Durch die verpflichtende Garantie konnten Anbieter nur eingeschränkt investieren. Während breit gestreute Aktienmärkte langfristig hohe Renditechancen boten, blieb das Kapital vieler Riester-Verträge vergleichsweise unbeweglich.
Natürlich hatte das System Vorteile:
- hohe Sicherheit
- garantierter Kapitalerhalt
- planbare Leistungen
- staatliche Zulagen
Aber Sicherheit allein reicht langfristig nicht aus, wenn gleichzeitig Kaufkraft verloren geht.
Wenn Inflation über Jahre an deinem Geld nagt, kann ein Vertrag zwar nominal sicher wirken – real aber trotzdem enttäuschen.
Genau hier setzt das Altersvorsorgedepot an.
Altersvorsorgedepot für Lehrer: Warum ETFs und Kapitalmarkt spannend sind
Der größte Unterschied des Altersvorsorgedepots liegt darin, dass dein Geld künftig deutlich stärker am Kapitalmarkt arbeiten kann.
Das bedeutet:
Deine Beiträge können langfristig stärker am weltweiten Wirtschaftswachstum teilnehmen.
Gerade bei langen Zeiträumen ist das entscheidend. Altersvorsorge ist kein kurzfristiges Projekt, sondern ein langfristiger Vermögensaufbau über 20, 30 oder sogar 35 Jahre.
Natürlich gibt es Schwankungen. Ein ETF-Depot kann zwischenzeitlich im Minus stehen. Börsenphasen können emotional anstrengend sein.
Aber: Wer langfristig investiert, breit streut und nicht bei jeder Schwankung panisch reagiert, kann vom Zinseszinseffekt profitieren.
Für Lehrer ist das besonders relevant, weil viele früh im Berufsleben bereits ein stabiles Einkommen haben und langfristig planen können.
Ein Altersvorsorgedepot für Lehrer kann deshalb ein sinnvoller Baustein sein, um die spätere Pension zu ergänzen.
Nicht als Ersatz für die Pension.
Sondern als zusätzlicher Vermögensbaustein.
Welche Möglichkeiten Lehrer künftig haben
Die Reform schafft nicht nur ein einziges Produkt, sondern mehrere mögliche Wege für die private Altersvorsorge.
Besonders relevant sind zwei Varianten:
- das Altersvorsorgedepot
- moderne Rentenversicherungen
Beide Modelle können sinnvoll sein – aber sie erfüllen unterschiedliche Bedürfnisse.
Das Altersvorsorgedepot
Beim Altersvorsorgedepot fließt dein Geld direkt in ein Depot. Dort kann es beispielsweise in ETFs oder Fonds investiert werden.
Vorteile des Altersvorsorgedepots
- hohe Transparenz
- flexible Fondsauswahl
- geringe laufende Kosten möglich
- langfristig hohe Renditechancen
- Kapitalmarkt kann stärker genutzt werden
- gut verständlicher Aufbau
Gerade jüngere Lehrer könnten hiervon profitieren, weil sie meist noch einen langen Anlagehorizont von 20 bis 35 Jahren haben.
Nachteile des Altersvorsorgedepots
- keine klassische garantierte lebenslange Rentenzahlung
- Wertschwankungen am Kapitalmarkt
- mehr Eigenverantwortung notwendig
- psychologisch herausfordernd in Verlustphasen
- sorgfältige Fondsauswahl wichtig
Das Altersvorsorgedepot eignet sich also vor allem für Menschen, die langfristig denken und Schwankungen aushalten können.
Moderne Rentenversicherungen
Auch moderne Rentenversicherungen sollen durch die Reform flexibler werden.
Der große Unterschied zu früher: Versicherer sollen künftig stärker kapitalmarktorientiert investieren können, weil starre Garantien reduziert oder anders ausgestaltet werden.
Dadurch können moderne Rentenversicherungen stärker auf ETFs und Aktienfonds setzen.
Vorteile moderner Rentenversicherungen
- lebenslange Rentenzahlung möglich
- Absicherung des Langlebigkeitsrisikos
- Kombination aus Kapitalmarkt und Versicherungslösung
- automatische Verrentung im Alter
- steuerliche Vorteile in der Auszahlungsphase möglich
Gerade viele Lehrer finden den Gedanken angenehm, später eine lebenslange zusätzliche Zahlung zu erhalten – unabhängig davon, wie alt sie werden.
Nachteile moderner Rentenversicherungen
- häufig höhere Kosten als ein reines Depot
- weniger flexibel
- Rendite oft etwas geringer als beim direkten ETF-Depot
- Vertragsbedingungen teilweise komplex
Eine pauschal richtige Lösung gibt es deshalb nicht.
Entscheidend ist, welche Strategie zu deiner persönlichen Situation passt.
Förderung und Steuervorteile: Was vorgesehen ist
Ein besonders spannender Bestandteil des neuen Systems sind die staatlichen Zulagen.
Die Förderung soll künftig einfacher und stärker an den tatsächlichen Einzahlungen ausgerichtet sein.
Vereinfacht gesagt:
Je mehr du einzahlst, desto höher kann die Förderung ausfallen – bis zu bestimmten Grenzen.
Aktuell vorgesehen sind zwei Förderstufen.
Erste Förderstufe
Für die ersten eingezahlten Beiträge soll es besonders hohe Zuschüsse geben.
Beispiel:
Auf die ersten 360 Euro Einzahlung pro Jahr können 50 % Förderung gewährt werden.
Das wären 180 Euro Zulage.
Zweite Förderstufe
Für weitere Einzahlungen bis insgesamt 1.800 Euro jährlich soll die Förderung niedriger ausfallen.
Hier sind 25 % Zuschuss vorgesehen.
Das kann weitere 360 Euro Förderung bedeuten.
Zusammen ergibt sich dadurch eine maximale Grundzulage von bis zu 540 Euro jährlich.
Zusätzlich können je nach Situation weitere Vorteile hinzukommen, zum Beispiel:
- Kinderzulagen
- Berufseinsteigerbonus
- mögliche steuerliche Vorteile
Gerade Lehrer mit Kindern könnten dadurch besonders profitieren.
Wichtig: Förderdetails, Produktauswahl und praktische Umsetzung sollten vor Abschluss immer aktuell geprüft werden.
Praxisbeispiele: Wie stark die Förderung ausfallen kann
Die Förderung zeigt vor allem eines:
Schon kleinere monatliche Beiträge können durch staatliche Zulagen deutlich stärker wirken.
Beispiel 1: Lehrerin mit zwei Kindern
Lisa ist Grundschullehrerin und Mutter von zwei Kindern.
Sie zahlt:
- 35 Euro monatlich
- 420 Euro jährlich
Mögliche Förderung:
- ca. 195 Euro Grundzulage
- 2 × 300 Euro Kinderzulage
Das bedeutet:
Lisa zahlt selbst 420 Euro ein und erhält zusätzlich rund 795 Euro Förderung.
Damit landen insgesamt über 1.200 Euro jährlich im Altersvorsorgedepot.
Gerade bei Familien mit Kindern kann dadurch eine sehr hohe Förderquote entstehen.
Beispiel 2: Lehrer ohne Kinder
Markus ist verbeamteter Gymnasiallehrer und zahlt:
- 150 Euro monatlich
- 1.800 Euro jährlich
Dafür könnte er:
- die maximale Grundzulage von 540 Euro erhalten
- zusätzlich steuerliche Vorteile nutzen
Damit würden statt 1.800 Euro insgesamt 2.340 Euro pro Jahr investiert.
Auch ohne Kinder kann die Förderung also interessant sein.
Beispiel 3: Teilzeit-Lehrkraft
Julia arbeitet in Teilzeit und möchte zunächst klein anfangen.
Sie investiert:
- 15 Euro monatlich
- 180 Euro jährlich
Bei einer Förderquote von 50 % auf die ersten Beiträge könnten zusätzlich etwa 90 Euro staatliche Förderung entstehen.
Das bedeutet:
Aus 180 Euro Eigenbeitrag werden 270 Euro Altersvorsorgekapital.
Gerade für Berufseinsteiger oder Teilzeitkräfte kann das ein guter Einstieg sein.
Was passiert mit bestehenden Riester-Verträgen?
Viele Lehrerinnen und Lehrer stellen sich jetzt die Frage:
„Was bedeutet das Altersvorsorgedepot für meinen bestehenden Riester-Vertrag?“
Die gute Nachricht:
Niemand muss überstürzt handeln oder vorschnell kündigen.
Bestehende Verträge bleiben grundsätzlich erhalten. Entscheidend ist vielmehr:
Ist der aktuelle Vertrag langfristig noch sinnvoll – oder gibt es künftig bessere Alternativen?
Dabei lassen sich drei Wege unterscheiden.
Möglichkeit 1: Vertrag behalten und weiter besparen
Für manche Lehrkräfte kann es sinnvoll sein, den bestehenden Riester-Vertrag weiterlaufen zu lassen.
Das gilt vor allem dann, wenn:
- der Vertrag bereits lange läuft
- gute Garantien enthalten sind
- hohe Kinderzulagen genutzt werden
- der Rentenbeginn näher rückt
Ältere Verträge besitzen teilweise noch garantierte Rentenfaktoren, die heute so kaum noch angeboten werden.
Auch wenn die Rendite nicht überragend ist, kann ein solcher Vertrag als sicherheitsorientierter Baustein sinnvoll bleiben.
Möglichkeit 2: Vertrag beitragsfrei stellen
Eine zweite Möglichkeit ist, den bestehenden Vertrag ruhen zu lassen.
Das bedeutet:
- Das bisher aufgebaute Kapital bleibt erhalten.
- Bisherige Zulagen bleiben bestehen.
- Es werden keine neuen Beiträge mehr eingezahlt.
Neue Sparraten könnten dann in modernere Lösungen fließen, beispielsweise:
- ein Altersvorsorgedepot
- ETF-basierte Modelle
- moderne Rentenversicherungen
Das kann interessant sein, wenn:
- die bisherigen Vertragskosten hoch sind
- die Rendite enttäuschend ist
- du künftig flexibler investieren möchtest
Der Vorteil:
Du verlierst bestehende Garantien nicht, nutzt aber für neue Beiträge modernere Möglichkeiten.
Möglichkeit 3: Übertragung in neue Modelle
Eine weitere Möglichkeit kann künftig die Übertragung bestehender Riester-Guthaben in neue Vorsorgemodelle sein.
Das wäre besonders spannend, wenn altes Kapital förderunschädlich in ein neues Altersvorsorgedepot übertragen werden kann.
Der Vorteil:
Das Kapital könnte aus der alten, oft sehr starren Vertragswelt herausgelöst und künftig renditestärker investiert werden.
Gerade jüngere Lehrer mit langer Restlaufzeit könnten davon profitieren.
Aber: Hier sollte man sehr genau hinschauen.
Wichtig sind unter anderem:
- mögliche Wechselkosten
- Verlust alter Garantien
- steuerliche Auswirkungen
- tatsächliche Renditechancen des neuen Modells
- Rentenfaktoren bestehender Verträge
Eine pauschale Empfehlung wäre deshalb unseriös.
Worauf Lehrer beim Altersvorsorgedepot achten sollten
Gerade Lehrer neigen häufig dazu, Altersvorsorge zu lange aufzuschieben.
Das liegt vor allem daran, dass die Pension zunächst solide wirkt. Und ja: Im Vergleich zur gesetzlichen Rente stehen Beamt grundsätzlich oft besser da.
Trotzdem können in der Praxis erhebliche Versorgungslücken entstehen.
Besonders relevant sind:
- Teilzeitphasen
- Elternzeiten
- längere Beurlaubungen
- steigende Lebenshaltungskosten
- Inflation
- spätere Krankenversicherungsbeiträge
- individuelle Lebensplanung
Eine gute Altersvorsorge sollte deshalb nie nur auf dem Papier funktionieren, sondern zu deinem echten Leben passen.
Inflation wird oft unterschätzt
Viele rechnen mit heutigen Zahlen:
„60 % oder 70 % Pension klingt doch eigentlich ganz gut.“
Aber entscheidend ist nicht nur der Betrag, sondern die Kaufkraft.
Was kannst du dir später davon tatsächlich leisten?
Wenn Lebenshaltungskosten über Jahrzehnte steigen, verliert Geld langfristig an Wert.
Das bedeutet:
Selbst eine scheinbar gute Pension kann später weniger wert sein, als sie heute klingt.
Jüngere Lehrer haben einen großen Zeitvorteil
Der größte Vorteil vieler Lehrer ist Zeit.
Wer mit Anfang oder Mitte 30 beginnt, regelmäßig fürs Alter vorzusorgen, hat einen langen Anlagehorizont.
Und genau dieser Faktor macht beim Kapitalaufbau oft den größten Unterschied.
Nicht nur die Einzahlung arbeitet.
Vor allem der Zinseszinseffekt arbeitet über Jahrzehnte.
Schon kleinere monatliche Beiträge können dadurch langfristig große Wirkung entfalten.
Nicht jede Lösung passt zu jeder Lehrkraft
Ein Altersvorsorgedepot für Lehrer kann sinnvoll sein – aber nicht automatisch für alle.
Für manche passt eher ein Depot.
Für andere eine moderne Rentenversicherung.
Wieder andere profitieren davon, bestehende Verträge weiterzuführen.
Entscheidend sind immer:
- Alter
- Familienstand
- Kinder
- Risikobereitschaft
- Einkommen
- Teilzeitphasen
- bestehende Verträge
- persönliche Ziele
Deshalb sollte Altersvorsorge immer individuell betrachtet werden.
Fazit: Warum Abwarten keine gute Strategie ist
Das Altersvorsorgedepot könnte für Lehrerinnen und Lehrer ein spannender Baustein der privaten Altersvorsorge werden.
Denn auch wenn die Pension grundsätzlich eine starke Grundlage bietet, reicht sie in vielen Fällen nicht aus, um den bisherigen Lebensstandard dauerhaft zu halten.
Vor allem:
- Inflation
- Teilzeitphasen
- Elternzeiten
- steigende Lebenshaltungskosten
- mögliche politische Veränderungen
können langfristig eine Versorgungslücke entstehen lassen.
Das neue Altersvorsorgedepot setzt stärker auf echten Vermögensaufbau über Kapitalmarktinvestitionen. Damit unterscheidet es sich deutlich von vielen alten Riester-Verträgen, die durch Garantievorgaben oft wenig Renditepotenzial hatten.
Trotzdem gilt:
Nicht jedes Modell passt zu jeder Lehrkraft.
Wichtig ist, die eigene Situation realistisch zu prüfen und nicht erst kurz vor der Pension mit dem Thema Altersvorsorge zu beginnen.
Denn Zeit ist beim Vermögensaufbau einer der wichtigsten Faktoren.
Über mich – Hendrik Hamel
Hi, ich bin Hendrik Hamel, unabhängiger Finanz- und Versicherungsmakler – spezialisiert auf (angehende) Lehrkräfte.
Seit 2017 berate ich komplett digital und habe über 2 000 Lehrkräfte durch alle Stationen ihrer Laufbahn begleitet – vom Studium bis in den Ruhestand.
Ich erkläre komplexe Themen verständlich, ohne Druck – und arbeite unabhängig von Versicherern.
Meine Mission: Dir den Kopf frei machen, damit du dich auf deinen Beruf konzentrieren kannst.
Dein nächster Schritt – lass uns deine Vorsorge gemeinsam prüfen
Du hast Fragen zu deiner Absicherung als Lehrer*in?
👉 Buche dir jetzt einen Termin für ein persönliches Gespräch oder schreib mir eine Nachricht.
Gemeinsam prüfen wir, ob deine Vorsorge wirklich optimal auf dich zugeschnitten ist – unabhängig, digital und verständlich.
Denn gerade als Lehrkraft solltest du in Sachen Versicherung ,Vorsorge und Finanzen keine Kompromisse eingehen. 😊
Weiterführende Blogartikel:
Du bist (angehende) Lehrkraft und möchtest dich privat krankenversichern?
Dann kann ich dir folgende Blogartikel empfehlen:
🔗 Altersvorsorge als Beamte(r): Pension, Versorgungslücken & Tipps
🔗 Fondspolice vs. Fondssparplan: So entscheidest du dich als Lehrkraft richtig
🔗 So sparst Du clever für Deine Kinder oder Enkelkinder
Häufige Fragen zum Altersvorsorgedepot für Lehrer
Was ist ein Altersvorsorgedepot für Lehrer?
Ein Altersvorsorgedepot ist ein staatlich gefördertes Vorsorgemodell, mit dem Kapital langfristig am Kapitalmarkt angelegt werden kann. Für Lehrer kann es eine Ergänzung zur Pension sein, um mögliche Versorgungslücken im Alter zu reduzieren.
Warum ist ein Altersvorsorgedepot für Lehrer interessant?
Lehrer haben häufig ein stabiles Einkommen und einen langen Anlagehorizont. Dadurch kann ein kapitalmarktorientiertes Altersvorsorgedepot helfen, zusätzlich Vermögen aufzubauen und die Pension zu ergänzen.
Ersetzt das Altersvorsorgedepot die Pension?
Nein. Das Altersvorsorgedepot ersetzt nicht die Pension, sondern kann sie ergänzen. Ziel ist es, die mögliche Versorgungslücke zwischen aktivem Einkommen und späterer Pension zu reduzieren.
Ist ein Altersvorsorgedepot besser als Riester?
Das hängt vom Einzelfall ab. Das Altersvorsorgedepot bietet mehr Kapitalmarktnähe und Renditechancen. Bestehende Riester-Verträge können aber je nach Garantien, Zulagen und Laufzeit weiterhin sinnvoll sein.
Für wen lohnt sich ein Altersvorsorgedepot besonders?
Besonders interessant kann es für jüngere Lehrer, Berufseinsteiger, Familien mit Kindern und Teilzeitkräfte sein. Entscheidend sind jedoch immer Einkommen, Risikobereitschaft, bestehende Verträge und persönliche Ziele.
Wie läuft eine Beratung bei Hendrik Hamel ab?
Komplett digital, ohne Verkaufsdruck – in 1 – 2 Terminen bekommst du eine strukturierte Analyse und klare Empfehlungen für deine Situation. Schau gerne hier: Beratungsablauf
Wo finde ich Erfahrungsberichte von anderen Lehrkräften?
Der Großteil meiner Kunden sind Lehramtsstudierende, Referendare oder Lehrer:innen. Ich teile regelmäßig Feedback auf meiner Webseite, zusätzlich findest du über 60 Bewertungen meiner Kunden auf Google.





